Elternratgeber: Baby schreit
In den meisten Fällen schreit das Kind, weil es die Brust oder die Flasche will.
Viele Babys, besonders wenn Sie schon älter sind, schreien und weinen wegen eines Verlustes. Falls es sich nicht vermeiden lässt, geben Sie ihm wenigstens einen Ersatz.
Ein Kind schreit weniger, wenn es sich beschützt und geborgen fühlt. Die Natur hat es so eingerichtet,
dass das Kind die körperliche Nähe zur Mutter sucht und braucht.
Vor allem jüngere Babys haben nicht selten Schlafprobleme. Sie wollen einschlafen und können es nicht. Falls das Kind schlafen möchte, können Sie es in den Schlaf singen, oder das Kind in den Schlaf wiegen oder es auf den Arm nehmen. Vermeiden Sie Irritationen aus der Umwelt.
Viele Babys schreien, wenn die Windeln voll sind.
Zahlreiche wissenschaftliche Organisationen mahnen, dass die Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad
Celsius betragen sollte. Die meisten Eltern überschreiten diesen Wert und machen es für das Baby zu warm.
BBC-Berichten zufolge, soll eine zu hohe Raumtemperatur, eine der vermuteten Top-Ursachen für den plötzlichen
Kindstod sein.
Manchmal beruhigen sich Neugeborene, wenn sie auf der Seite liegen.
Viele Schreiereien kann man dadurch vermeiden, dass man dem Kind das gibt, was es haben möchte oder einen Ersatz dafür findet.
Geben Sie Ihrem Baby etwas zum Ansehen, Anfassen oder Spielen. Wenn das nicht hilft, dann nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm und zeigen Sie auf verschiedene Gegenstände im Raum. Die Gegenstände können auch etwas weiter weg sein. Gehen Sie in verschiedene Räume oder auch mal raus. Versuchen Sie die Aufmerksamkeit des Kindes auf verschiedene Sachen zu lenken. Sprechen Sie mit einer ruhigen, warmen und verständnisvollen Stimme.
Manchmal schreit das Baby, weil es unbequem liegt. Sie können dann die Position des Kindes ein wenig verändern oder es für eine kurze Zeit auf den Arm nehmen.
Mütter berichten, dass eine Babymassage dem Kind hilft sich zu beruhigen. Auch langfristig könnte sich ein Kind durch regelmäßige Babymassagen entspannen, da es sich umsorgter fühlt. Auch können Anspannungen in den Muskeln durch eine Babymassage gelindert werden. Dies könnte sich dann wiederum positiv auf den Wach- und Schlaf-Rhythmus des Kindes auswirken. Das Kind kann einfacher einschlafen.
Geliebte Kinder die viel Zuwendung und Verständnis bekommen sind zufriedener und schreien weniger. Als Grundregel gilt: Behandeln Sie Ihr Kind so, wie auch Sie behandelt werden möchten.
Nachdem das Kind etwas getrunken hat, kann es sein, dass sich Luft angesammelt hat. Diese Luft kann sich sehr störend auf das Kind auswirken, vor allem weil es hinterher zu Bauchschmerzen kommen kann. Massieren Sie dem Kind, zwischen dem Trinken, den Rücken in Kreisbewegungen und klopfen Sie ihm ab und zu leicht auf diesen, damit es das Bäuerchen machen kann.
Manchmal schreit das Baby, weil es krank ist. Überprüfen Sie die Temperatur des Kindes und inspizieren Sie, ob es irgendwelche Abnormalitäten gibt (Ausschläge, Hautverfärbungen, Husten, Schnupfen, Schwäche etc.). Konsultieren Sie ihren Kinderarzt, um sicher zu gehen.
In den ersten Lebensmonaten ist das Schreien eine der wenigen Kommunikationsmittel, die das Baby besitzt. Wenn es schreit, möchte es Aufmerksamkeit und signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Das ist ein wichtiger Überlebensmechanismus, den Kleinkinder über Millionen von Jahren entwickelt haben. Auf der anderen Seite sollten Sie das Schreien nicht übergewichten. Da Erwachsene mit Weinen und Schreien meistens Extrem-Situationen verbinden, täuschen sich viele, indem Sie meinen, Ihr Kind habe Schmerzen oder es stimmt etwas mit der Psyche nicht. Das könnte zwar sein, aber in den meisten Fällen stimmt das nicht. Bleiben Sie ruhig und finden Sie die Ursachen des Schreiens.
Sehr selten kann es dazu kommen, dass das Kind schreit, weil es Schmerzen hat. Die anderen Gründe, die
hier aufgelistet sind, überwiegen diesen Grund in der Häufigkeit bei weitem.
Vergessen Sie bei allen Maßnahmen nicht ein offenes Auge für andere Ursachen zu haben. Vielleicht kommen Sie auch ganz Intuitiv darauf, warum das Kind schreit.
In den ersten Tagen nach der Geburt kann es sein, dass das Kind das Trauma der Geburt verarbeitet und viel schreit. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung für das Kind. Geben Sie ihm viel Zärtlichkeit mit häufiger Nähe zur Mutter. |