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Elternratgeber: Die ersten Stunden



Die ersten Stunden


Lassen Sie sich Ihr Baby direkt nach der Geburt geben

Ihr Kind sollte so viel wie möglich bei Ihnen sein. Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt spielen eine große Rolle für die seelische Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind.
Das Getrennt sein von Mutter und Kind kann nach der Geburt zu den bekannten Wochenbettdepressionen und weiteren seelischen Störungen bei Mutter und Kind führen können. Bestehen Sie darauf, dass Ihr Baby die meiste Zeit bei Ihnen sein darf.

Reduzieren Sie das Licht im Zimmer

Den meisten Neugeborenen ist es zu hell. Denken Sie daran: Ihr Baby hat viele Monate in der dunklen Gebärmutter verbracht. Sie sollten das Kind jetzt nicht mit grellem Tages- oder Kunstlicht überwältigen. Versuchen Sie gleich nach der Geburt, das Licht abzudunkeln.

Gönnen Sie Ihrem Kind völlige Ruhe

Ihr Kind hat sehr viel durchgemacht. Die Geburt ist außergewöhnlich anstrengend für das Kind. Nach der Geburt sollten Sie ihm vor allem Ruhe geben und äußere Einflüsse auf ein Minimum reduzieren. Ihr Baby braucht nach der Geburt ca. 3 Tage lang völlige Ruhe und keinerlei Krach oder andere Störungen, um den enormen Stress der Geburt und der damit einhergehenden Veränderungen verarbeiten zu können.
Schirmen Sie Ihr Baby vor allen Störungen und übermäßigen Besuchen ab, bis es diese Phase der Beruhigung durchlaufen hat. Nur so kann es die vorgeburtliche Zeit und den Geburtsvorgang selbst hinter sich lassen und sich mit seinem neuen Dasein befreunden. Reden Sie ruhig und sanft mit Ihrem Kind. Geben Sie im die Brust wann auch immer er danach verlangt. Ansonsten sollten Sie es einige Tage völlig in Ruhe lassen.

Stillen Sie Ihr Kind so häufig wie möglich

Die Brust beruhigt das Kind und versorgt es mit allen nötigen Nährstoffen.
Außerdem wird die Bindung zwischen Mutter und Kind gestärkt.
Vermeiden Sie das Zufüttern mit Fläschchen. Wenn es nötig erscheint, Flüssigkeit zuzufüttern, geschieht dies mit einem Löffel oder einem kleinen Becher. Bei künstlichen Saugern gewöhnt sich Ihr Baby eine Trinktechnik an, bei der es sich nicht anstrengen muss. Kommt es dann später an die Brust, hat es ein falsches Trinkverhalten gelernt. Dadurch bekommen Sie unter Umständen wunde Brustwarzen und andere Probleme, die dazu führen können, dass Sie letztendlich Ihrem Kind die Brust nicht mehr geben möchten.

Akzeptieren Sie das Aussehen Ihres Kindes

Manche Babys sehen nach der Geburt nicht gerade aus wie die Babys aus der Werbung.
Der Kopf ist verformt, die Hautfarbe ist seltsam, sie sehen erschöpft aus und verziehen das Gesicht. Sie sollten sich daran gewöhnen und wissen, dass sich das Aussehen in den nächsten Tagen ändern wird.

Halten Sie Hautkontakt

Das Kind braucht die Berührungen und die Nähe der Mutter. Die Mutter sollte das Kind streicheln, berühren, umarmen und ihm Wärme geben.

Sorgen Sie für eine gute Raumtemperatur

Da der Säugling seine eigene Temperatur noch nicht so gut regulieren kann, sollten Sie es ihm nicht zu warm und auch nicht zu kalt machen. In der Regel zieht man es nur etwas wärmer an, als man selbst gekleidet wäre, um sich wohl zu fühlen. Heizdecken, Schafsfelle etc. sollten nicht verwendet werden. Hier besteht die Gefahr der Überhitzung.

Wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachten, dann sollten Sie Ihren Kinderazrt konsultieren

Auf folgende Anzeichen, sollten Sie ein Auge haben: Veränderte Hautfarbe, veränderte Augenfarbe (z.B. gelblich), Husten, Schnupfen, Schwächeanzeichen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Hautauschläge usw.

Lassen Sie sich helfen

Kümmern Sie sich nach der Geburt um nichts anderes als um sich und Ihr Kind. Alle anderen Aufgaben sollten das Pflegepersonal, Ihre Bekannten, Ihre Verwandten oder Ihre Familie für Sie regeln.

Lernen Sie Ihr Kind kennen

Beobachten Sie Ihr Kind. Studieren Sie das Schreiverhalten. Versuchen Sie es zu verstehen, auch wenn es schwer fällt.