Elternratgeber: Kommunikation
Beginnen Sie schon früh (ca. ab dem 3 Monat) auf Gegenstände zu zeigen und benennen Sie diese. Wichtig
dabei ist, dass Sie zum gleichen Gegenstand immer wieder denselben Ausdruck benutzen. Beispiel: Zeigen Sie auf
den Tisch und sagen Sie "Tisch", zeigen Sie auf den Ball und sagen Sie: "Ball" usw. Aber auch bei Handlungen
können Sie die gleiche Bezeichnung immer wieder benutzen. Um es dem Kind einfacher zu machen, können Sie in der
Anfangszeit auch Lallsprache benutzen, wie z.B. Am-am für Essen, nuk-nuk für die Flasche, Ah-ah wenn die Windeln
voll sind, usw.
Wenn das Kind Ihnen Zeichen, Laute und Gesichtsausdrücke zeigt, dann sollten Sie darauf reagieren. Wenn es Sie z.B. anlächelt, dann sollten Sie zurücklächeln. Wenn es Ihnen etwas gibt, dann sagen Sie: "Danke" oder umarmen es.
Wenn es Zuneigung bekommt, dann ist das Kind viel eher bereit, mit Ihnen zu kommunizieren.
Die Vokale "A", "E", "I", "O" und "U" können immer wieder wiederholt werden. Das sind die Grundbausteine für die spätere Sprache.
Die Natur hat schon den Reiz in uns gelegt, mit dem Baby zu brabbeln. Sie können noch einen Schritt weitergehen und das Kind bewusst imitieren. Das geht wie folgt: Ihr Kind sagt: "DADA", dann wiederholen Sie "DADA", usw. Nachdem das Kind gemerkt hat, dass es ein Spiel ist und Sie es eine Weile gemacht haben, können Sie die Sache umdrehen und von sich aus etwas sagen. Machen Sie dafür auffordernde Gesten, so dass das Kind Ihnen jetzt nachspricht. Man kann schon bei Säuglingen ab dem 2. Monat mit einfachen Lauten anfangen.
Achten Sie darauf mit welche Methoden Ihr Kind versucht, mit Ihnen zu kommunizieren. Welche Zeichen gibt es Ihnen? Was könnten die verschiedenen Laute bedeuten? Was der jeweilige Gesichtsausdruck? Wann schreit es und wie schreit es?
Die erste Kommunikation Ihres Babys ist das Zufriedensein oder Unzufriedensein. Das geht vom Lächeln / Lachen bis zum Weinen/Schreien. Aber auch die Blickrichtung, das Strampeln und die Körperhaltung können auf einiges schließen lassen. Auf diese Grundlagen können Sie aufbauen.
Man hat festgestellt, dass Babys bevorzugt auf Stimmen in hoher Lage reagieren. Sprechen Sie mit viel Zuneigung, Wärme und Menschlichkeit.
Das Kind entspannt sich nicht nur beim Singen, es lernt auch die verschiedenen Laute, da Sie beim Singen besonders deutlich und laut ausgesprochen werden. Sie können dem Kind z.B. beim Essen, zum Schlafengehen oder nebenbei etwas vorsingen.
Vor allem in den ersten Lebensmonaten spielen die verschiedenen Geräusche eine große Rolle für das Kind. Erzeugen Sie verschiedene Geräusche und schulen Sie so das Gehör des Babys.
Sie sollten dem Kind ausdrucksstark zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist oder dass Sie etwas nicht
mögen. Z.B. wenn es Ihr Gesicht kratzt, würden Sie laut und deutlich "Nein" sagen, so dass es unmissverständlich
ist, dass Sie es nicht möchten. Bei einem älteren Kind können Sie es am Arm greifen, so dass Sie die ungeteilte
Aufmerksamkeit haben und es weiß, dass es Ihnen ernst ist. Wichtig ist, dass Sie konsequent sind und es nicht
sofort wieder in den Arm nehmen, wenn es anfängt zu weinen. Es sollte unbedingt lernen was richtig und was
falsch ist. Später reicht ein einfaches "Nein".
Eines der ersten Schlüssel-Kommunikationsmittel ist das Zeigen mit dem Finger auf Gegenstände, Räume oder
Personen, die man meint. Dies wird in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr erlernt. Fangen Sie einfach
damit an, mit dem Zeigefinger auf Gegenstände, Personen und Orte zu zeigen. Sie werden bald sehen, dass auch Ihr
Kind das nachahmt. Man kann auch verschiedene Zeichen einführen, z.B. für "mehr", "Hunger", "Durst", "nein",
"ja" usw.. Man sollte darauf achten, dass diese Zeichen auch von Nicht-Eingeweihten verstanden werden. Hier ein
paar Beispiele:
Babys fangen schon früh an, uns Zeichen zu geben. Es wäre besser, wenn wir diese eindeutig verstehen. Beobachten Sie Ihr Kind und beginnen Sie, die verschiedenen Reaktionen zu verstehen.
Sie werden feststellen, dass Ihr Kind ab dem 12. Lebensmonat kleine Anweisungen ausführen kann und auch
Spaß dabei hat. Man kann es ihm gezielt beibringen.
Wenn Sie zu dem Kind reden, sollten Sie häufig seinen Namen benutzen.
Eine Distanz von ca. einem halben Meter ist für Ihr Kind sehr angenehm, damit es Ihre Mundbewegung und Ihren Gesichtsausdruck gut mitbekommen kann.
Man könnte, wenn das Kind z.B. auf den Teddy zeigt, es fragen: "Möchtest du den TEDDY haben" und während man ihm den Teddy gibt, sagen: "Hier hast du den TEDDY", wobei man jedes Mal die Betonung auf das Wort Teddy legt.
In den ersten Lebensmonaten ist das Schreien eines der wenigen Kommunikationsmittel, die das Baby besitzt. Wenn es schreit, dann möchte es Aufmerksamkeit und häufig signalisiert es Ihnen damit, dass etwas nicht stimmt. Auf der anderen Seite sollten Sie das Schreien nicht übergewichten. Versuchen Sie, ein Gehör dafür zu entwickeln, in welchem Ausmaß es Sie in dem Moment braucht. Die häufigsten Ursachen für das Schreien sind: 1. Ihr Baby will gefüttert werden 2. Ihr Baby sucht körperliche Nähe zur Mutter 3. Ihr Baby ist müde 4. Ihr Baby will etwas haben 5. Ihr Baby will beschäftigt werden.
Kinder die sich willkommen und geliebt fühlen, sind eher bereit zu kommunizieren.
Beobachten Sie Ihr Kind. Studieren Sie das Schreiverhalten. Versuchen Sie es zu verstehen. In den ersten Tagen nach der Geburt ist es wichtig, dass Ihr Kind viel Ruhe hat aber dann können Sie anfangen mit dem Kind zu sprechen. Sagen Sie ihm, dass es willkommen ist und freunden Sie sich mit Ihrem Kind an. Stellen Sie sich vor es könne Sie verstehen. |