Elternratgeber: Schwangerschaft & Geburt
Schon einige Monate vor der Schwangerschaft ist eine gute Ernährung wichtig. Fangen Sie schon an, wenn Sie ein Baby planen. Eine richtige Ernährung hilft, dass sich Ihr Kind im Mutterleib gut und gesund entwickelt und nach der Geburt gesund bleibt. Dies gilt sowohl für die körperliche, als auch für die geistige Gesundheit Ihres Kindes. Die Geburt selbst verläuft bei Frauen die sich während der Schwangerschaft gesund ernährt haben viel reibungsloser. Auch nach der Geburt erholen sich diese Frauen besser, als diejenigen, die sich während der Schwangerschaft falsch ernährt haben. Sogar das Stillen des Kindes fällt leichter, da ein gesundes Baby einen starken Saugreflex und die Mutter ausreichend qualitative Milch hat. Zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe sorgen für eine bessere Entwicklung des Kindes und beugen Krankheiten vor. Viele Experten raten zu einer höheren Vitaminversorgung in der Schwangerschaft und beim Stillen mit folgenden Vitaminen: A, B1, B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure) B2, B6, B12, C, D, E und Folsäure. Vitamin A darf nicht in zu hohen Mengen konsumiert werden, da es sich schlecht auf das Kind auswirken kann. Auch der Bedarf an Eisen, Jod, Magnesium, Kalzium und Zink erhöht sich während der Schwangerschaft. Hier nun ein Auszug aus dem tägliches Beispielprogramm für die Zeit vor und während der Schwangerschaft (empfohlen von der Ernährungswissenschaftlerin Adelle Davis): Viatmin B1 (mg): 4-5 Nehmen Sie Vitamin E, D und Kalzium besonders kurz vor der Geburt. Vitamin E soll sich sich positiv auf die Blutbildung und die Bereitstellung von Vitamin K auswirken. Es soll auch die Elastizität des Vaginalbereichs erhöhen. Das Kalzium dämpft Erregbarkeiten des Nervensystems und beugt Verkrampfungen vor. Vitamin D erhöht die Aufnahme des Kalziums. Höher dosierte Vitamine erhalten Sie in der Apotheke oder in Reformhäusern. Achten und befolgen Sie die Angaben auf der Packungsbeilage. Es gibt auch einen erhöhten Vitamin A bedarf in der Schwangerschaft. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt/Hebamme beraten. Beide sollten Sie so gut kennen, dass Sie Ihnen eine individuelle Empfehlung aussprechen können. Vermeiden Sie vor allen Dingen Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Aufputschmittel und alle Medikamente die nicht absolut notwendig sind. Kurz vor und während der Schwangerschaft sollten Sie den Kontakt mit Chemikalien vermeiden. Viele Chemikalien können schwere Erbschäden und Krankheiten auslösen. Auch in geringe Mengen gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf Ihres ungeborenen Babys. Der Alkohol kann sich extrem schädlich auf das Ungeborene auswirken. Zigaretten beinhalten über 50 Giftstoffe, welche die Entwicklung des Kindes massiv beinträchtigen können. Denken Sie daran, dass Ihr Kind immer mitraucht. Während der Schwangerschaft passiert es vielen Frauen, dass Sie einen Heißhunger auf süße Dinge bekommen. Das ist ganz natürlich. In der Natur kommt Süßes meistens nur in Früchten vor, und das Verlangen nach Süßem ist eigentlich nur ein Verlangen nach Früchten. Das ist verständlich, da Früchte wertvolle Vitamine und Mineralien enthalten, an denen die Mutter und ihr ungeborenes Baby jetzt einen verstärkten Bedarf haben. Während der Schwangerschaft sollten Sie nicht in die Sauna gehen und keine heißen Bäder nehmen. Hitze steht im Verdacht verschiedene Störungen auszulösen. Meiden Sie Situationen, die Sie unnötig aufregen. Wenn Sie sich z.B. häufig mit Ihrem Lebenspartner streiten, dann sollten Sie mit ihm jetzt nur über Dinge reden, die ihn oder Sie nicht aufregen. Stress- Situationen wirken sich nicht gut auf das Ungeborene aus. Kaffee und Tee stehen im Verdacht einen schlechten Einfluss auf das Kind zu haben. Ihr Körper verändert sich während der Schwangerschaft, um sich dem Baby und seinen Bedürfnissen anzupassen. Sie sollten auf ihn hören. Das kann folgendermaßen aussehen: Tests zeigen, ob es Ihrem Kind gut geht und ob eventuell Maßnahmen ergriffen werden sollten, um ihm bei seiner Entwicklung zu helfen. Gymnastikübungen für Schwangere bereiten Sie auf die Geburt vor. Außerdem können Sie in Ihrer Gymnastikgruppe Erfahrungen austauschen. Hochhackige Schuhe können unter Umständen die Blutzirkulation behindern, welches sich unter Umständen schlecht auf das Kind auswirkt. Durch die Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf Ihres Körpers an Flüssigkeit. Versuchen Sie, so viel wie möglich zu trinken. Sie sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Trinken Sie Mineralwasser oder Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz. Zuviel Stress schadet ihrem Baby. Da sich die Haut während der Schwangerschaft dehnt, können tiefere Hautschichten reißen. Dadurch entstehen Narben, die man eigentlich nie wieder wegbekommt und die unter Umständen noch wachsen können, lange nachdem Sie diese bekommen haben. Durch regelmäßiges Eincremen mit Feuchtigkeitscremes kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Die Firmen Weleda und Bellybutton haben hierzu passende Produkte. Viele Mütter verspüren, dass Sie schon vor der Geburt mit dem geistigen Wesen, dass später ihr Kind sein wird, in Kommunikation treten können. Viele Eltern sind der Ansicht, dass sie mit ihrem Kind schon vor der Geburt sprechen und gedanklich in Kontakt treten können und dass sich dies sehr positiv auf das Kind und seine spätere Entwicklung auswirkt. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Fruchtblase geplatzt ist, sich ein Schleimpfropf löst oder die Kontraktionen regelmäßiger werden, sollten Sie sich umgehend an Ihre Geburtshelfer wenden (Hebamme, Krankenhaus etc.). Der Geburtskalender sollte nicht unbedingt zu Rate gezogen werden. Eine normale Geburt kann 10 bis 15 Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin liegen. Gerade bei jungen Müttern, die das erste Mal gebären, ist es sogar wahrscheinlich, dass die Geburt nach dem errechneten Geburtstermin stattfindet. Wir sind der Meinung, dass Schmerzmittel, Beruhigungsmittel und Medikamente, welche die Wehen einleiten oder die Kontraktionen verstärken, in den meisten Fällen unnötig sind. Diese stören unserer Ansicht nach den natürlichen Vorgang der Geburt und bringen die Geburtsprozesse aus der natürlichen Balance. Wenn eine natürliche Geburt möglich ist und Sie oder das Baby nicht gefährdet sind, sollten Sie auf jeden Fall darauf bestehen Ihr Baby mit einer natürlichen Geburt zur Welt zu bringen. Mit einer richtigen Atemtechnik können Sie die Schmerzen der Wehen reduzieren und den Geburtsvorgang beschleunigen. Achten Sie auch darauf, dass Sie während der Austreibungsphase und kurz vor dem Pressen die Atmung beschleunigen, indem Sie flach hecheln. Dadurch lösen sich Verspannungen und Sie und Ihr Kind erhalten genug Sauerstoff. Die meisten Mütter wissen instinktiv, wann und wie Sie pressen sollten. Sie spüren während einer normalen (nicht medikamentösen) Geburt natürliche Impulse und sollten diesen auch folgen. Wenn Sie gerade nicht wissen, was Sie machen sollen oder wenn die Situation es verlangt, sollten Sie das Geburtspersonal zu Rate ziehen. |