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Elternratgeber: Schwangerschaft & Geburt



Schwangerschaft und Geburt


Achten Sie auf die richtige Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln
  • Kaufen Sie möglichst Bioprodukte. Pflanzenschutzmittel auf konventionellen Früchten und Gemüse ist reinstes Gift.
  • Essen Sie abwechslungsreich: Vor allem viel Gemüse ( z.B. Karotten, Salate, Tomaten, Gurken etc.), Obst (z.B. Bananen, Äpfel, Birnen, Melonen u.s.w.), verschiedene Getreidesorten (z.B. Reis, Hirse, Kamut, Gerste, Roggen, Grünkern, Weizen, Dinkel, Hafer, etc.), Milchprodukte (z.B. Vollmilch, Scheibenkäse, Jogurt, Magermilch, Buttermilch, Frischkäse, etc.), Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Erbsen, Linsen etc.), Nüsse (z.B. Hasel-, Wal-, Erdnüsse), einmal täglich ein gekochtes Ei und 1 bis maximal 2 mal in der Woche etwas Fleisch von verschiedenen Tierarten (z.B. Geflügel, Fisch, Rind etc.).
  • Essen Sie mindestens 3 mal täglich unterschiedliche Gemüse- und Fruchtsorten.
  • Essen Sie in ausreichenden Mengen (Bitte bedenken Sie, dass Sie für zwei Personen essen)
  • Garen Sie das Gemüse so, dass die Vitamine erhalten bleiben. (Achten Sie auf kurze Garzeiten. Dampfgaren ist besonders gut für den Erhalt von Vitalstoffen im Gemüse. Kochtopf-Einsätze für das Dampfgaren finden Sie im Fachhandel)
  • Verwenden Sie Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. in Sonnenblumen-, Distel-, Oliven-, Soja-, Weizen-, Mais-, Herings- und Leinsaatöl) und nicht Fette mit gesättigten Fettsäuren (z.B. in Butter, Sahne, Schmalz, Kokos- und Palmfett).
  • Nehmen Sie täglich mit Ihrer Nahrung 70 bis 90 g Proteine zu sich (ca. 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) . Proteine finden Sie u.a. in Milchprodukten, Bierhefe, Nüssen, Fleisch, Fisch, Getreide, Eiern und Bohnen. Hier einige Richtwerte: 1 Liter Milch = 33 g Proteine, 1 Ei = 26 g Proteine, 40 g (1/3 Tasse) Bierhefe = 24 g Proteine, 1 Tasse gekochte Sojabohnen = 22 g Proteine, 1 Becher Jogurt = 8 bis 12 g Proteine, 1 Scheibe Hartkäse = 5 g Proteine
  • Vermeiden Sie Fertigprodukte
  • Vermeiden Sie frittierte Produkte
  • Verzichten Sie auf Süßigkeiten
  • Verzichten Sie auf Kaffee und Tee
  • Verzichten Sie auf Alkohol
  • Verzichten Sie auf Schimmelkäse und Camembert
  • Vermeiden Sie Konserven-Nahrung
  • Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit Geschmacksverstärkern
  • Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit Konservierungsmitteln
  • Tiefkühlprodukte nicht antauen lassen, bevor Sie diese in das Kühlfach legen.
  • Aufgetaute Nahrungsmittel nicht noch einmal einfrieren.
  • Essen nicht ein zweites Mal erwärmen
  • Verzichten Sie auf Obst und Gemüse was mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden ist. Bei den meisten herkömmlichen Früchten und Gemüse wurden starke Pflanzenschutzmittel bzw. Insektengifte verwendet. Da diese Gifte in den Boden einsickern und dann von der Pflanze in jede einzelne Zelle transportiert werden, hilft es kaum, die Frucht oder das Gemüse zu waschen oder zu schälen.
  • Achten Sie auf das Verfallsdatum speziell bei leicht verderblichen Lebensmitteln (Fleisch-, Fisch-, Milchprodukte etc.)

Schon einige Monate vor der Schwangerschaft ist eine gute Ernährung wichtig. Fangen Sie schon an, wenn Sie ein Baby planen.

Eine richtige Ernährung hilft, dass sich Ihr Kind im Mutterleib gut und gesund entwickelt und nach der Geburt gesund bleibt. Dies gilt sowohl für die körperliche, als auch für die geistige Gesundheit Ihres Kindes.

Die Geburt selbst verläuft bei Frauen die sich während der Schwangerschaft gesund ernährt haben viel reibungsloser. Auch nach der Geburt erholen sich diese Frauen besser, als diejenigen, die sich während der Schwangerschaft falsch ernährt haben. Sogar das Stillen des Kindes fällt leichter, da ein gesundes Baby einen starken Saugreflex und die Mutter ausreichend qualitative Milch hat.


Nehmen Sie zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe

Zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe sorgen für eine bessere Entwicklung des Kindes und beugen Krankheiten vor. Viele Experten raten zu einer höheren Vitaminversorgung in der Schwangerschaft und beim Stillen mit folgenden Vitaminen: A, B1, B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure) B2, B6, B12, C, D, E und Folsäure. Vitamin A darf nicht in zu hohen Mengen konsumiert werden, da es sich schlecht auf das Kind auswirken kann.

Auch der Bedarf an Eisen, Jod, Magnesium, Kalzium und Zink erhöht sich während der Schwangerschaft.

Hier nun ein Auszug aus dem tägliches Beispielprogramm für die Zeit vor und während der Schwangerschaft (empfohlen von der Ernährungswissenschaftlerin Adelle Davis):

Viatmin B1 (mg): 4-5
Vitamin B3 (mg): 50
Vitamin B5 (mg): 50-100
Vitamin B6 (mg): 10-20
Vitamin B12 (mcg): 15
Vitamin C (mg): 500-1000
Vitamin D (I.E.): 2000-2500
Vitamin E (d--alpha-Tokopherol) (I.E.): 200-600
Folsäure (mg): 1-5
Cholin (mg): 1000
Inosit (bzw. alte Schreibweise: Inositol) (mg): 1000
Kalzium (mg): 2000
Magnesium (mg): 800
Eisen (mg): 12
Zink (mg): 10-15
Jod (mg): 3-4

Nehmen Sie Vitamin E, D und Kalzium besonders kurz vor der Geburt. Vitamin E soll sich sich positiv auf die Blutbildung und die Bereitstellung von Vitamin K auswirken. Es soll auch die Elastizität des Vaginalbereichs erhöhen. Das Kalzium dämpft Erregbarkeiten des Nervensystems und beugt Verkrampfungen vor. Vitamin D erhöht die Aufnahme des Kalziums.

Höher dosierte Vitamine erhalten Sie in der Apotheke oder in Reformhäusern.

Achten und befolgen Sie die Angaben auf der Packungsbeilage.

Es gibt auch einen erhöhten Vitamin A bedarf in der Schwangerschaft.
Da aber zu hohe Dosen das Kind gefährden können, empfehlen wir, dass Sie eine Vitamin A Präparat erst ab dem 4 Schwangerschaftsmonat einnehmen und die Dosierung für Schwangere auf dem Beipackzettel beachten.

Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt/Hebamme beraten. Beide sollten Sie so gut kennen, dass Sie Ihnen eine individuelle Empfehlung aussprechen können.

Nehmen Sie möglichst keine Medikamente

Vermeiden Sie vor allen Dingen Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Aufputschmittel und alle Medikamente die nicht absolut notwendig sind.

Vermeiden Sie den Kontakt mit Chemikalien

Kurz vor und während der Schwangerschaft sollten Sie den Kontakt mit Chemikalien vermeiden. Viele Chemikalien können schwere Erbschäden und Krankheiten auslösen.
Schon das Haarefärben kann sich extrem negativ auf das ungeborene Kind auswirken. Putzmittel sollten nur mit höchster Vorsicht verwendet werden.
Auch alle anderen giftigen Chemikalien sollten nicht eingenommen, eingeatmet oder mit der Haut in Berührung kommen. Achten Sie bitte darauf.

Verzichten Sie völlig auf Akohol

Auch in geringe Mengen gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf Ihres ungeborenen Babys. Der Alkohol kann sich extrem schädlich auf das Ungeborene auswirken.

Rauchen Sie nicht

Zigaretten beinhalten über 50 Giftstoffe, welche die Entwicklung des Kindes massiv beinträchtigen können. Denken Sie daran, dass Ihr Kind immer mitraucht.

Vermeiden Sie möglichst Süßigkeiten

Während der Schwangerschaft passiert es vielen Frauen, dass Sie einen Heißhunger auf süße Dinge bekommen. Das ist ganz natürlich. In der Natur kommt Süßes meistens nur in Früchten vor, und das Verlangen nach Süßem ist eigentlich nur ein Verlangen nach Früchten. Das ist verständlich, da Früchte wertvolle Vitamine und Mineralien enthalten, an denen die Mutter und ihr ungeborenes Baby jetzt einen verstärkten Bedarf haben.

Vermeiden Sie hohe Temperaturen

Während der Schwangerschaft sollten Sie nicht in die Sauna gehen und keine heißen Bäder nehmen. Hitze steht im Verdacht verschiedene Störungen auszulösen.

Vermeiden Sie Aufregung

Meiden Sie Situationen, die Sie unnötig aufregen. Wenn Sie sich z.B. häufig mit Ihrem Lebenspartner streiten, dann sollten Sie mit ihm jetzt nur über Dinge reden, die ihn oder Sie nicht aufregen. Stress- Situationen wirken sich nicht gut auf das Ungeborene aus.

Schränken Sie den Kaffe und Teekonsum ein

Kaffee und Tee stehen im Verdacht einen schlechten Einfluss auf das Kind zu haben.

Hören Sie auf Ihren Körper

Ihr Körper verändert sich während der Schwangerschaft, um sich dem Baby und seinen Bedürfnissen anzupassen. Sie sollten auf ihn hören. Das kann folgendermaßen aussehen:
Wenn Sie müde sind, sollten Sie sich schlafen legen. Wenn Sie Appetit haben, sollten Sie etwas Vernünftiges essen.
Wenn Sie sich übergeben müssen, dann halten Sie es nicht zurück.

Gehen Sie zu den Vorsorgeuntersuchungen

Tests zeigen, ob es Ihrem Kind gut geht und ob eventuell Maßnahmen ergriffen werden sollten, um ihm bei seiner Entwicklung zu helfen.

Machen Sie Schwangerschafts-Gymnastik

Gymnastikübungen für Schwangere bereiten Sie auf die Geburt vor. Außerdem können Sie in Ihrer Gymnastikgruppe Erfahrungen austauschen.

Vermeiden Sie das Tragen von hochhackigen Schuhen

Hochhackige Schuhe können unter Umständen die Blutzirkulation behindern, welches sich unter Umständen schlecht auf das Kind auswirkt.

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich

Durch die Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf Ihres Körpers an Flüssigkeit. Versuchen Sie, so viel wie möglich zu trinken. Sie sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Trinken Sie Mineralwasser oder Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.

Gönnen Sie sich öfters mal eine Ruhepause

Zuviel Stress schadet ihrem Baby.

Reiben Sie Ihren Bauch gegen Schwangerschaftsstreifen ein

Da sich die Haut während der Schwangerschaft dehnt, können tiefere Hautschichten reißen. Dadurch entstehen Narben, die man eigentlich nie wieder wegbekommt und die unter Umständen noch wachsen können, lange nachdem Sie diese bekommen haben. Durch regelmäßiges Eincremen mit Feuchtigkeitscremes kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Die Firmen Weleda und Bellybutton haben hierzu passende Produkte.

Suchen Sie Kontakt zu Ihrem Kind

Viele Mütter verspüren, dass Sie schon vor der Geburt mit dem geistigen Wesen, dass später ihr Kind sein wird, in Kommunikation treten können. Viele Eltern sind der Ansicht, dass sie mit ihrem Kind schon vor der Geburt sprechen und gedanklich in Kontakt treten können und dass sich dies sehr positiv auf das Kind und seine spätere Entwicklung auswirkt.

Achten Sie auf die Anzeichen kurz vor der Geburt

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Fruchtblase geplatzt ist, sich ein Schleimpfropf löst oder die Kontraktionen regelmäßiger werden, sollten Sie sich umgehend an Ihre Geburtshelfer wenden (Hebamme, Krankenhaus etc.). Der Geburtskalender sollte nicht unbedingt zu Rate gezogen werden. Eine normale Geburt kann 10 bis 15 Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin liegen. Gerade bei jungen Müttern, die das erste Mal gebären, ist es sogar wahrscheinlich, dass die Geburt nach dem errechneten Geburtstermin stattfindet.

Belassen Sie die Geburt so natürlich wie möglich

Wir sind der Meinung, dass Schmerzmittel, Beruhigungsmittel und Medikamente, welche die Wehen einleiten oder die Kontraktionen verstärken, in den meisten Fällen unnötig sind. Diese stören unserer Ansicht nach den natürlichen Vorgang der Geburt und bringen die Geburtsprozesse aus der natürlichen Balance.
Bei der Geburt sind viele physiologische Prozesse aufeinander abgestimmt und Sie sollten nicht in ihrem natürlichen Ablauf gestört werden. Selbst der Schmerz hat eine Signalfunktion und sollte nicht medikamentös unterdrückt werden. Verlassen Sie sich auf Ihren Körper, denn er ist genetisch programmiert das Richtige zu tun.

Versuchen Sie einen Kaiserschnitt zu vermeiden

Wenn eine natürliche Geburt möglich ist und Sie oder das Baby nicht gefährdet sind, sollten Sie auf jeden Fall darauf bestehen Ihr Baby mit einer natürlichen Geburt zur Welt zu bringen.
Ein Kaiserschnitt ist eine richtige Operation, von der sich eine Mutter viel schwerer erholt als von einer normalen Geburt.

Achten Sie bei der Geburt auf die richtige Atemtechnik

Mit einer richtigen Atemtechnik können Sie die Schmerzen der Wehen reduzieren und den Geburtsvorgang beschleunigen. Achten Sie auch darauf, dass Sie während der Austreibungsphase und kurz vor dem Pressen die Atmung beschleunigen, indem Sie flach hecheln. Dadurch lösen sich Verspannungen und Sie und Ihr Kind erhalten genug Sauerstoff.

Pressen Sie, wie Sie es für richtig halten

Die meisten Mütter wissen instinktiv, wann und wie Sie pressen sollten. Sie spüren während einer normalen (nicht medikamentösen) Geburt natürliche Impulse und sollten diesen auch folgen.

Wenn Sie sich unsicher sind, dann fragen Sie Ihren Geburtshelfer

Wenn Sie gerade nicht wissen, was Sie machen sollen oder wenn die Situation es verlangt, sollten Sie das Geburtspersonal zu Rate ziehen.