Elternratgeber: Sicherheit und Gesundheit
Wenn Sie schon nicht im gleichen Zimmer sein können dann sollten Sie das Kind wenigstens so absichern, dass es sich nicht verletzten kann und gleichzeitig so, dass Sie es zumindest noch hören können.
Zahlreiche wissenschaftliche Organisationen mahnen, dass die Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad
Celsius betragen sollte. Die meisten Eltern überschreiten diesen Wert und machen es für das Baby zu warm.
BBC-Berichten zufolge, soll eine zu hohe Raumtemperatur eine der vermuteten Hauptursachen für den plötzlichen
Kindstod sein.
Kinder sollten nicht völlig vor Bakterien geschützt werden. Das würde nur das Immunsystem schwächen. In
den ersten Wochen nach der Geburt hingegen sollte ein hoher Standard an Hygiene gewahrt werden. Sterilisieren
Sie alle Flaschen und Sauger und waschen Sie alles, womit das Neugeborene in Kontakt kommt, in regelmäßigen
Abständen. Lassen Sie Ihre Haustiere nicht mit dem Neugeborenen in Kontakt kommen.
Falls sich in Ihrer Wohnung scharfe Kanten befinden, sollten Sie diese durch spezielle Gummi-Ecken absichern. Fragen Sie im Fachhandel danach. Kostenpunkt ca. 1 Euro pro Schutzecke.
Stellen Sie alle Chemikalien und andere gefährlichen Sachen auf eine erhöhte Ablage, welche das Kind nicht erreichen kann. Kleinkinder haben die Vorliebe - sobald Sie laufen können - Schränke und Schubladen zu öffnen und alles, was sie finden, in den Mund zu nehmen oder einfach Dinge zu sich herunterzuziehen. Sie können Schränke und Schubladen mit einem speziellen Stopper versehen, der das Öffnen verhindert. Weitere Informationen dazu gibt es im Fachhandel. Kostenpunkt: ca. 2 Euro pro Schrank.
Schon bei 9 cm Wasserhöhe (etwas mehr als eine Handbreit) kann ein Kind ertrinken. Etwa 20% aller tödlichen Unfälle im Kleinkindesalter sind Ertrinkungsunfälle.
Bitte prüfen Sie den Beipackzettel sorgfältig. Denken Sie daran, dass es sich bei den meisten
Medikamenten um chemische Verbindungen handelt, bei denen man neben der gewünschten Wirkung evtl. diverse
unerwünschte Wirkungen (sog. Nebenwirkungen) mit in Kauf nehmen muss, die dem Körper und der Gesundheit extrem
schaden können. Sehen Sie sich deshalb alle Nebenwirkungen genau an.
Milchzähne sind extrem wichtig für die Zerkleinerung der Nahrung und für die Sprachentwicklung. Bei
schlechten Zähnen oder bei Karies kann das Immunsystem geschwächt werden und ernste Folgekrankheiten können
entstehen.
Es gibt einen speziellen Kinderschutz, den man ganz leicht in die Steckdosen kleben kann. Weiter Informationen finden Sie im Fachhandel. Kostenpunkt: ca. 1 Euro pro Schutz.
Die Mahlzeiten von Kindern sollten abwechslungsreich sein mit vielen Früchten, viel Gemüse und einer
schonenden Zubereitung, so dass die Vitamine nicht zerstört werden.
Kleiderständer, kleine Fernseher, Regale etc. können leicht umfallen, wenn das Kind an ihnen zieht oder drückt. Sichern Sie diese ab oder tauschen Sie sie aus.
Da das Baby noch ein weiches Knochengerüst hat, sollte man das Kind immer in eine etwas andere Lage zum Schlafen legen. So verhindert man Deformierungen des Knochengerüsts. Legen Sie Ihr Neugeborenes aber niemals auf den Bauch, da es schlechter atmen kann.
Wenn Sie Ihr Kind in Ihr Bett legen, dann bitte nur mit größter Vorsicht. Säuglinge fallen sehr häufig aus dem Bett und verletzten sich schwer.
Viele Kinder spielen bevorzugt mit Plastiktüten. Diese können aber bei einer Verkettung unglücklicher Umstände über den Kopf des Kindes gelangen und einen Mangel an Sauerstoff erzeugen, so dass das Kind ersticken könnte.
Kinder kauen manchmal auf elektrischen Kabeln herum. Sorgen Sie dafür, dass diese nicht mehr an die Steckdose angeschlossen sind oder sich nicht in der Reichweite des Kindes befinden.
Wenden Sie sich bei schweren Krankheiten und Unfällen immer an einen Kinderarzt oder wählen Sie direkt den Notruf (Tel: 112).
Sie können auch ein Schild an die Tür hängen, für die älteren Kinder und Erwachsenen, dass sie geschlossen bleiben muss.
Manchmal verwenden Kinder Regale als Klettergerüst und dann stürzen diese auf das Kind ein. Befestigen Sie Regale stabil an der Wand.
Wenn das Kind anfängt zu laufen, sollten Sie darauf achten, dass sich keine Gegenstände im Weg befinden. Sturzunfälle sind die häufigste Unfallart in Deutschland (ca. 50% aller Unfälle bei Kleinkindern). Schon eine Falte im Teppich kann zur Stolperfalle werden. Entfernen Sie auch unsichere Läufer. Läufer und Matten können zur Rutschfalle werden.
Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie Ihre Wohnung mit dicken Teppichen ausstatten, damit sich das Kind praktisch nicht verletzt, wenn es mal hinfallen sollte.
Überprüfen Sie die Umgebung des Kindes auf Giftpflanzen und entfernen Sie diese.
Vor allem Vitamin C und die B-Vitamine wie auch die restlichen Vitamine bewahren das Kind nicht selten vor ernsthaften Krankheiten und sie fördern die körperliche Entwicklung Ihres Kindes.
Damit es beim Stillen zu keiner Atemnot kommt sollte die Nase des Babys frei bleiben. Im Fachhandel findet man entsprechende Nasenschleim-Absauger für Kleinkinder.
Lassen Sie das Kind auf dem Wickeltisch keine Sekunde unbeaufsichtigt. Es könnte aufgrund einer schnellen Bewegung herunterfallen und sich ernsthaft verletzten.
Viele Unfälle ereignen sich, weil das Kind aus dem Kinderwagen fällt. Es kann dabei zu lebensgefährlichen Schädelverletzungen kommen.
Suchen Sie bitte Ihren Kinderarzt auf, wenn das Kind z.B. eine schlechtes Hautbild hat, ungewöhnlich
schlaff und müde wirkt, einen deutlichen Belag auf der Zunge hat, längere Zeit (ein paar Wochen lang) überhaupt
keinen Appetit hat oder unaufhörlich und über einen längeren Zeitraum schreit.
Rauchen wird auch als eine mögliche Ursache für das Eintreten des plötzlichen Kindstodes diskutiert. Aber auch unabhängig davon sollten Sie die anderen gesundheitlichen Faktoren berücksichtigen. Eine Zigarette enthält über 50 giftige Substanzen. Rauchen ist schädlich für die Entwicklung der Lungen und des Immunsystems und sollte deshalb in der Nähe des Kindes absolut vermieden werden.
Es besteht ein gewisses Risiko der Verstrickung und damit Erstickung, wenn Ihr Kind mit Schnüren spielt.
In Honig fand man Bakterien (Botulismus-Bakterien), die sehr hitzebeständig sind und mit denen die Immunabwehr des Kindes sehr schlecht zurecht kommt. Schwere Lähmungserscheinungen können die Folge sein.
Sobald Ihr Kind laufen kann, wird er alles erkunden wollen. Da sich gerade Papierkörbe auf gleicher Augenhöhe befinden, ist es für das Kind ein Leichtes diesen zu durchwühlen. Verwenden Sie deshalb Papierkörbe und Mühleimer mit Sicherheitsverschluss oder halten Sie diese aus der Reichweite des Kindes.
Viele ätherischen Öle haben eine zu starke Reizwirkung. Es kann zu einem Schock kommen oder sogar zur Atemlähmung.
Kleinkinder haben noch keine Erfahrung in Höhen und Tiefen. Wenn Sie Ihrem Baby z.B. eine Laufhilfe geben, kann es schnell sein, dass es die Treppen hinunterlaufen will. Man sollte hier ein Gitter vor der Treppe anbringen und es dann sicher verschließen. Kostenpunkt: ca. 30 Euro.
Seien Sie nicht ängstlich, dass etwas passieren könnte, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Treffen Sie vernünftige Vorkehrungen, um möglichst alle Risiken auszuschließen. Das Kind braucht Bewegungsfreiheit und sollte nicht auf Schritt und Tritt korrigiert werden. Zu Häufiges Eingreifen kann das Kind unter Umständen verunsichern und Unfälle provozieren. Das Kind sollte selbstständig lernen Gefahren aus dem Weg zu gehen.
Den meisten Unfällen kann man mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begegnen. Nicht alle Maßnahmen, die für den Erwachsenen gelten, gelten auch gleichzeitig für das Baby. Sie sollten dafür einen Kurs besuchen, der es Ihnen praxisnah beibringt, welche Maßnahmen man bei Säuglingen und Kleinkindern ergreift. |